Tang

FUCUS VESICULOSUS L. 

- Blasentang und/oder ASCOPHYLLUM NODOSUM LEJ. JOLIS - Knotentang

Braunalgen, FUCACEAE (PHAEOPHYCEAE)

Volksnamen: Höckertang, Meereiche‚ Schweinetang.

Arzneilich verwendete Pflanzenteile: Der Thallus beider Algenarten.

Drogenbezeichnung: Fucus (FUCUS VESICULOSUS)

Botanik: Fucus vesiculosus‚ der Blasentang, und ebenso Ascophyllum nodosum, der Knotentang, sind Braunalgen, die an der Atlantikküste, der Nordsee- und der westlichen Ostseeküste häufig vorkommen. Auch im Stillen Ozean sind Braunalgen beheimatet. Sie bilden einen Thallus aus, der bis 1 m lang werden kann, er ist verzweigt, und die einzelnen Bänder lassen deutlich eine Mittelrippe erkennen. Die luftgefüllten Blasen sind zumeist paarweise angeordnet. Tang wird mit Schleppnetzen geerntet und schnell getrocknet.

Tang 2
Tang 2

Inhaltssloffe (Wirkstoffe): Jod in Form organischer Salze, aber auch an Eiweiße gebunden, Schleime, antibiotisch wirkende Polyphenole.

Heilwirkung und Anwendung: Früher gebrauchte man den Tang zumeist in Form galenischer Zubereitungen gegen Schilddrüsenerkrankung infolge von Jodmangel. In neuerer Zeit wurde der Tang wieder berühmt als Mittel zur Gewichtsreduzierung durch Erhöhung des Grundumsatzes. Selbst als Schlankheitsbad wird Tang empfohlen. Beide Anwendungsformen lehne ich strikt ab: erstere wegen der Gefährlichkeit, letztere wegen der Sinnlosigkeit. 

Auch das BfArM spricht sich gegen die Verwendung aus. 

Nebenwirkungen: Unrast, Herzklopfen und Schlaflosigkeit infolge von Schilddrüsenüberfunktion sind mögliche Nebenwirkungen.

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