Tamarinde

TAMARINDUS INDICA L.
Schmetterlingsblütengewächse, Fabaceae (Leguminosae)

Arzneilich verwendete Pflanzenteile: Das Mas.

Drogenbezeiclmung: Tamarindenmus = TAMARINDORUM PULPA (früher: PULPA TAMARINDORUM).

Botanik: Vorkommen und Pflanzenbeschreibung: Die Heimat dieses immergrünen Baumes dürfte im tropischen Afrika liegen, doch wird er auch in vielen anderen tropischen Gebieten kultiviert.

Die Tamarinde wird bis 25 m hoch; ein Stammumfang von 8 m ist nicht selten.Die Baumkrone ist reichgliedrig und dicht belaubt, die Blätter sind paarig gefiedert und mit zahlreichen Fiederblättchen versehen.

Die weißlichen Blüten stehen in endständigen Trauben. Aus dem Fruchtknoten entwickelt sich die kurzgestielte, längliche kaffeebraune Frucht, die kurz und scharf zugespitzt ist‚ meist etwas gekrümmt und bis 20 cm lang ist. Die Außenschicht dieser Frucht ist zerbrechlich und schließt ein weißes Fruchtmus ein: die Droge Tamarindorum pulpa.

Tamarinde 2

Ernte und Aufbereitung: Um das arzneilich verwendete Fruchtmus zu bekommen, emtet man die reifen Früchte und befreit sie von der Außenschicht und den Samen. Das Rohmus wird in heißes Wasser eingeweicht, durch ein Sieb getrieben und dann bis zur Konsistenz eines dicken Saftes eingedampft. Dann kommt 1/5 der Musmenge an Zucker dazu.

Inhaltsstoffe (Wirkstoffe): Fruchtsäuren und Invertzucker sind die Bestandteile des rohen Fruchtmuses. Dem arzneilich verwendeten Fruchtmus ist Rohrzucker zugesetzt (siehe oben).

Heilwirkung und Anwendung: Tamarindenmus ist ein mildes Abführmittel, das Flüssigkeit im Darm zurückhält und dadurch abführend wirkt. Früher wurde es in der Kinderheilpraxis sehr häufig gebraucht, um dann mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten. Durch Vermischen mit anderen Abführmitteln, zum Beispiel mit fein gepulverten Sennesblättern, Faulbaumrinde oder medizinischem Rhabarber, kann man die Wirkung verstärken.

Nebenwirkungen: Außer daß es bei Überdosierung zu Durchfällen kommt, sind Nebenwirkungen nicht bekannt.

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