Stockrose

ALCEA ROSEA L. (ALTHAEA ROSEA [L.] CAV.)
Malvengewächse‚ MALVACEAE

Volksnamen: Bauerneibisch, Baummalve‚ Gartenmalve, Herbstrose, Pappelrose, Roseneibisch, Schwarze Malve, Stockmalve

Arzneilich verwendete Pflanzenteile: Die Blüten.

Drogenbezeichnung: Stockrosenblüten (Stockmalvenblüten) = MALVAE ARBOREAE FLOS
(früher: FLORES MALVAE ARBOREAE).

Botanik: Pflanzenbeschreibung: Eine zwei- bis mehrjährige Pflanze mit aufrechtem steifem rauh behaanem Stengel. Langgestielte, fünf- bis siebenlappige, filzig behaarte Blätter mit herzförmigem Grund und stark hervortretenden Blattnerven. Die schwarzpurpurnen Blüten sitzen in endständiger lockerer Traube oder auch weiter unten einzeln gestielt in den Blattachseln. Es gibt Züchtungen mit gefüllten Blüten und hellerer, ja sogar roter, gelber oder weißer Blütenfarbe.

Blütezeit: Spätsommer bis Herbst.

Vorkommen: Die Heimat der Stockrose ist wohl die Balkanhalbinsel, vielleicht auch Kreta und Süditalien. Heute wächst sie in Gärten und Kulturen fast überall. Für arzneiliche Zwecke wird sie angebaut.

Stockrose 2
Stockrose 2

Ernte und Aufbereitung: Es werden die voll erblühten ganzen Blüten (mit Kelch also) gesammelt und bei mäßiger Wärme schnell getrocknet. 

Inhaltsstoffe (Wirkstoffe): Am wichtigsten sind die reichlich vorhandenen Pflanzenschleime Hinzu kommen Mineralstoffe, der Anthocyanfarbstoff, Gerb- und Bitterstoffe, Stärke und Phytosterim.

Heilwirkung und Anwendung: Als Schleimdroge ist die Stockrose Bestandteil verschiedener Teemischungen gegen Husten und Bronchitis. Allein gebraucht die Schulmedizin diese Droge nicht.

Stockrose als Hausmittel: Zunächst ist die Stockrose wohl als Gartenschmuck in die Bauerngärten eingezogen. 

Doch nach und nach gebrauchte man die Blüten als Hustentee, der zusammen mit Honig Reizhusten linden. 

  • Der Tee wird nach folgender Vorschrift bereitet: 2 Teelöffel geschnittene Stockrosenblüten übergießt man mit 1/4 L heißem Wasser, läßt 10 Minuten ziehen und trinkt den Tee 3mal täglich mit jeweils 1 Eßlöffel Honig gesüßt bei Husten, Heiserkeit und Asthma. 

Ungesüßt gilt der Tee in der Volksmedizin als Heilmittel bei Durchfällen und Magenbeschwerden. Gegen Nierenleiden wird er ebenfalls gebraucht. 

Äußerlich verwendet man die beschriebene Teezubereitung auch zum Gurgeln bei Mund-‚ Rachen- und Halsentzündungen (natürlich ungesüßt) und für Umschläge bei Verletzungen.

Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

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