Sarsaparille

SMILAX REGELII KILL. ET C. V. MORTON (SMILAX UTILIS HEMSL.), (SMILAX SALUBERRIMA GILG)
Liliengewächse, LILIACEAE

Arzneilich verwendete Pflanzenteile: Die vom Wurzelstock abgetrennte Wurzel.

Drogenbezeichnung: Sarsaparille(wurzel) = SARSAPARILLAE RADIX (früher: RADIX SARSAPARILLAE).

Botanik: Vorkommen und Pflanzenbeschreibung: In den zentralamerikanischen Staaten Honduras, Guatemala und San Salvador wächst die Stammpflanze, von dort gelangt auch die Droge unter der Handelsbezeichnung HondurasSarsaparille in den Handel.

Smilax regelii ist ein hoher kletternder Strauch mit einem kräftigen Rhizom, von dem viele meterlange Wurzeln ausgehen. Die Stengel sind mit Stacheln besetzt. Die Blätter werden bis zu 35 cm lang, sind herzförmig und haben einen 3 bis 7 cm langen Stiel, der unten zu einem scheidigen Blattgrund erweitert ist. Hier entspringt zu beiden Seiten je 1 Ranke. Die Blüten, in gestielten Dolden angeordnet, sind weiß, die sich daraus entwickelnde Frucht ist eine kugelige rote Beere.

Ernte und Aufbereitung: Die Wurzeln werden gegraben und von dem knorrigen Wurzelstock befreit. Man schneidet sie in 50 bis 75 cm lange Stücke und trocknet sie an der Luft. Die Wurzeln sind nach dem Trocknen biegsam und etwa 3 bis 5 mm dick. Sie werden zu Bündeln vereinigt und in mit Rindshäuten umschlossene Ballen verpackt.

Inhaltsstoffe (Wirkstoffe): Saponine, Glykoside, Sitosterin und andere.

Heilwirkung und Anwendung: Die Droge galt in früherer Zeit als ein ausgezeichnetes Mittel gegen die Syphilis und wurde darüber hinaus als Blutreinigungsmittel gebraucht. Noch heute sind Sarsaparillewurzeln Bestandteil vieler Blutreinigungstees.

In neuerer Zeit gebraucht man sowohl einen Sarsaparille-Tee als auch verschiedene Teemischungen mit Sarsaparille gegen die Schuppenflechte (Psoriasis). Die Wirkung wird recht unterschiedlich beurteilt. Manche Autoren sprechen von beachtlichen Resultaten, andere hingegen halten die Droge für unbedeutend.

Da aber die Schuppenflechte sehr schwer zu behandeln ist‚ kann der Tee aus Sarsaparille zur Unterstützung ärztlicher Maßnahmen durchaus empfohlen werden.

  • So wird Sarsaparille-Tee bereitet: 2 Teelöffel Sarsaparillewurzel mit 1/4 l kaltem Wasser übergießen, 10 bis 15 Stunden ausziehen. Nach dem Abseihen auf Trinktemperatur anwärmen.  Von diesem Tee soll man bei Bedarf 3mal täglich 1 Tasse trinken.

Auch gegen Gelenkrheumatismus und Gicht lohnt sich ein Versuch mit dern Tee aus Sarsaparillewurzeln.

  • So wird eine Teemischung gegen die Schuppenflechte bereitet: 

Sarsaparillewurzel 25,0

Erdbeerblätter 10,0

Brombeerblätter 10,0

Faulbaumrinde 5,0

2 Teelöffel dieser Mischung mit 1/4 l lauwarmem Wasser übergießen und 12 Stunden ausziehen.

Danach wird abgeseiht. 

Empfehlenswert sind 2 bis 3 Tassen täglich.

Anwendung in der Homöopathie: Das Homöopathikum Sarsaparilla findet häufige Anwendung bei Ausschlägen verschiedenster Art, die mit starkem Juckreiz einhergehen. Schuppenflechte, Ekzeme und Milchschorf stehen dabei im Vordergrund. Aber auch bei Warzen und Furunkulose wird Sarsaparilla versucht. Daneben wendet man das Mittel bei Gicht und Rheuma sowie bei Blasen- und Nierenleiden an. Man bevorzugt die Verdünnungen D1 bis D6, die man tropfenweise (alle 3 bis 5 Stunden 5 bis 10 Tropfen) gibt. 

Nebenwirkungen: Wie alle Drogen, die viel Saponine enthalten, darf auch die Sarsaparille nicht überdosiert werden, weil sie dann die Verdauungsorgane reizt.

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